Motiv "Toxic Gender" ein Männlich-Symbol zerstört mit seiner Spitze ein Weiblich-Symbol

Toxic Gender

Eine Filmreihe über Geschlechterrollen, Misogynie und tradierte, autoritäre Männlichkeitsbilder im Jugendalter

2025, 60 Min., freigegeben ab 0 Jahren

Im Mittelpunkt der Filmreihe steht die Auseinandersetzung junger Menschen mit tradierten und autoritären Geschlechterbildern sowie mit antifeministischen Narrativen, wie sie u.a. in demokratiefeindlichen Strömungen zunehmend verbreitet werden. Misogynie – also die Abwertung, Geringschätzung oder Feindseligkeit gegenüber Frauen – steht in einem engen Zusammenhang mit tradierten autoritären Vorstellungen von Männlichkeit. Mädchen und junge Frauen erleben im Alltag sexistische Sprüche, abwertende Witze oder offene Diskriminierung. Jungen und junge Männer stehen unter dem Druck, einer stereotypen Vorstellung von „echter“, dominanten, gefühlsarmen Männlichkeitsnorm zu entsprechen – Schwäche zu unterdrücken, Empathie zu vermeiden und sich über die Abwertung anderer, insbesondere von Mädchen, zu definieren.

Die Filme sollen Jugendliche dazu anregen, eigene Vorstellungen von Geschlecht kritisch zu hinterfragen – insbesondere im Hinblick auf die Einflussnahme durch soziale Medien und gesellschaftliche Machtverhältnisse. Dabei wird sichtbar: Misogynie betrifft nicht nur Mädchen und junge Frauen negativ – sie schadet auch Jungen, indem sie menschliche Vielfalt und emotionale Freiheit einschränkt. Durch die Filme soll ein Klima unterstützt werden, in dem Empathie, Gleichberechtigung und Respekt nicht als Bedrohung, sondern als Bereicherung wahrgenommen wird.

Sein und Haben (Kurzspielfilm) 13 Min.

Illias und seine Klassenkameradin Sarah sind Freunde. Doch ein Gruppe Mitschüler findet, dass er mal ein richtiger Mann sein soll und sich Sarah klarmachen soll. Illias kommt in den Konflikt entweder zu Sarah und der Freundschaft zu stehen oder den Erwartungen der Gruppe zu entsprechen und endlich mal ein „richtiger“ Mann zu sein. Der Film stellt die Identitätskrisen dar, die manche Jungen haben, dem ambivalenten Bild eines Mannes zu entsprechen

Frau sein, Mann sein (Interviewfilme)

Interviews mit Jugendlichen über Rollenbilder und -erwartungen, was weiblich, was männlich ist, welche Feindseligkeiten sie schon erlebt haben und wie sie damit umgehen. Außerdem schauen sie Instagram-Reels, die auf tradierte Geschlechterrollen abbilden und verschiedene Weise Misogyn sind. Anschließend reflektieren sie, was sie dort sehen, welche Gefühle sie dazu haben und wie Social Media-Beträge auf sie wirken.

  • Thema: Rollenbilder (6 Min.)
  • Thema: weibliches Zutrauen und männliche Gefühle (7 Min.)
  • Thema: Social Media und Diskriminierung (13 Min.)
  • Thema: Zukunft (5 Min.)
  • Kompletter Film (30 Min.)

Was ist für dich toxische Männlichkeit? Straßenumfrage 3 Min.

Was ist für dich toxisch? Straßenumfrage 3 Min.

Warst du schon mal toxisch? Straßenumfrage 5 Min.

Kontakt:
Patricia Bennertz
Vorbeugender Jugendschutz / Fachstelle soziale Kompetenz
Tel. 0212 290 2757
p.bennertz@solingen.de

© Jugendförderung Solingen